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Der richtige Schnittzeitpunkt für Bäume

Das Thema, rund um den richtigen Schnittzeitpunkt für Bäume, ist vielschichtig und nicht einfach zu beantworten, ohne einige wichtige Aspekte zu beleuchten. In diesem Blog können sie sich einen Überblick verschaffen, worauf es bei dem richtigen Schnittzeitpunkt für Bäume ankommt.

Pflanzschnitt – für junge Bäume

Der erste Schnitt, der einem jungen Baum zukommen sollte, ist der Pflanzschnitt. Hier wird das Wurzelwerk mit dem Trieben in ein gutes Verhältnis gebracht, so dass eine gesunde und kräftige Durchwurzelung erfolgen kann. Zugleich wird mit diesem Pflanzschnitt der Grundstein für eine Verzweigung gelegt, die dort stattfinden wird, wo es für den späteren Kronenaufbau sinnvoll ist.

Erziehungsschnitt – so wird das Stämmchen zum Baum

Im zweiten Pflanzjahr erfolgt der Erziehungsschnitt, der dem Baum sein typisches Aussehen verleiht. Mit dem Erziehungsschnitt kann eine ausreichende Durchlüftung der Krone erreicht werden, wodurch die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge minimiert wird. Bei Obstbäumen spielt der Erziehungsschnitt eine besonders wichtige Rolle. Nur wenn der Obstbaum regelmäßig, fach- und altersgerecht geschnitten wird, hat er genügend Energie viele Früchte zu tragen und ein, der Art entsprechend, hohes Alter zu erreichen.

Erhaltungsschnitt – er bewahrt Form und Gesundheit

Beim ausgewachsenen Baum mit gut ausgebildeter Krone reicht es meist aus, alle zwei bis drei Jahre einen Erhaltungsschnitt durchzuführen. Bei diesem Rückschnitt werden Äste entfernt, die zu dicht stehen oder andere Äste und Zweige im Wachstum behindern. Für eine optimale Regeneration des Baumes nach einem Rückschnitt, darf ein gewisses Maß an entnommenen Ästen nicht überschritten werden. Auch hier spielt die Baumart, das Alter und der Schnittzeitpunkt eine wesentliche Rolle.

Der Schnittzeitpunkt – wann ist es optimal?

Wichtige Faktoren für den richtigen Schnittzeitpunkt an einem Baum, sind u.a. die Baumart, das Alter und der Standort des Baumes. Abgesehen von diesen Faktoren ist es unabdingbar, den Zusammenhang zwischen der Baumphysiologie und der jeweiligen Jahreszeit richtig einzuschätzen. Das bedeutet, verschiedene Baumarten schotten gegenüber Verletzungen unterschiedlich gut ab. Je nach Alter des Baumes, kann eine mehr oder weniger gute Regeneration nach Schnitten erfolgen. Und ein Baum, der an seinem natürlichen Standort vorkommt ist sicher kraftvoller, als an anderen Standorten. Zudem können sich diese Faktoren unterschiedlich, je nach Jahreszeit, in der der Baum beschnitten wird, auswirken.

Allerdings sind nicht nur die Baum-physiologischen Faktoren für den richtigen Schnittzeitpunkt ausschlaggebend. Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sieht im § 39 V ein Schnittverbot vor. Es erstreckt sich vom 01. März bis zum 30. September. Ausgenommen sind jedoch Form- und Pflegeschnitte, soweit sie schonend ausgeführt werden. Neben dem allgemeinen Schnittverbot des § 39 BNatSchG gibt es regionale Verordnungen, die unbedingt zu beachten sind.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Baum zu jeder Zeit beschnitten werden kann, wenn die  Baum-physiologischen Faktoren beachtet werden und die Schnittmaßnahmen im Einklang mit dem  Bundesnaturschutzgesetz stehen.

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