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Baumgutachten

Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht müssen Grundstücksbesitzer dafür sorgen, dass von ihren Bäumen keine Gefahr für Passanten, Verkehr oder umstehende Gebäude ausgeht. Bäume müssen zu jeder Zeit stand- und bruchsicher sein, um keine Gefahr für ihr Umfeld darzustellen. Baumbesitzer sind daher verpflichtet, Ihre Bäume in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen.

 

In einem ersten Schritt wird dazu die Baumkontrolle durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine optische Untersuchung, die der Feststellung der Vitalität von Bäumen dient. Mit Hilfsmitteln wie einem Maßband, Höhenmesser, Fernglas, Schonhammer und einer Kamera erkennt der Gutachter  bei der Inaugenscheinnahme des Baumes bereits erste Anzeichen von Schäden und ermittelt ihren Zustand. Durch regelmäßige Baumkontrollen können Gefahren durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume bereits rechtzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen zur Sicherung des Baumes getroffen werden. Je nach Zustand eines Baumes empfiehlt sich die regelmäßige optische Untersuchung durch ein bis zwei Kontrollen pro Jahr.

 

Treten im Rahmen der Baumkontrolle verdächtige Anzeichen auf, muss eine eingehende Untersuchung durchgeführt und ein Baumgutachten erstellt werden.

 

 

Zertifizierte Baumkontrolle und Baumgutachten

BaumBüttner ist Ihr erfahrener Ansprechpartner in Berlin und Brandenburg, wenn es um die Verkehrssicherheit Ihrer Bäume geht. Bei der Baumkontrolle führen die Experten von BaumBüttner mithilfe der VTA-Methode (Visual Tree Assessment) oder nach den Baumkontrollrichtlinien der FLL die Sichtkontrolle auf mögliche Schäden vom Boden aus durch. Ist eine eingehendere Untersuchung notwendig, kommen zur Erstellung eines Baumgutachtens technische Hilfsmittel wie ein Zuwachsbohrer, ein Bohrwiderstandsmessgerät, ein Schalltomograph oder der Zugversuch zum Einsatz. Die Einschätzung eines Baumes wird anschließend schriftlich und bildlich in einem Baumgutachten festgehalten.

 

Als Fachbetrieb für Baumkontrolle und Baumgutachten sind wir auf folgende Themenbereiche spezialisiert:

 

 

Ein Baumgutachten hat immer die Verkehrssicherheit eines Baumes im Fokus. Darüber hinaus bietet BaumBüttner zur Feststellung der Vitalität eines Baumes auch Bodengutachten an. Hieraus leiten sich Empfehlungen ab, wie die Gesundheit eines Baumes mithilfe von Bodenverbesserungsmaßnahmen durch Bodenbelüftung oder -lockerung gestärkt werden kann, um Fällungen zu vermeiden.

 

Gutachter ist nicht gleich Gutachter

Neben der Vitalität der Bäume sind häufig auch Rechtsstreitigkeiten der Grund, ein Baumgutachten in Auftrag zu geben. Ragen Äste zu weit auf Nachbars Grundstück, fühlt er sich von herabfallendem Laub oder Früchten belästigt, nimmt der Baum komplett die Sonne oder wurde ein Baum von Dritten beschädigt, wird ein Gutachter bestellt, um den Sachverhalt zu klären oder einen Schaden zu schätzen.

 

Je nachdem, ob es sich um einen Rechtsstreit, die Feststellung der Verkehrssicherheit oder der Baumvitalität handelt, sind unterschiedliche Kontrollen oder Gutachten notwendig.

 

Grundstücksbesitzer sind verpflichtet, für die Verkehrssicherheit ihrer Bäume Sorge zu tragen, und müssen in regelmäßigen Abständen ihren Baumbestand kontrollieren lassen. Wer seinen Baumbestand auf Bruch- und Standsicherheit überprüfen lassen möchte, um eine Gefährdung der Verkehrssicherheit zu vermeiden, oder einfach nur die Vitalität seines Baumbestandes überprüfen lassen möchte, beauftragt eine Baumkontrolle. Die wird gemäß der Baumkontrollrichtlinie der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsbau Landschaftsentwicklung e. V.) von zertifizierten Baumkontrolleuren durchgeführt. Es handelt sich hierbei um die rein äußerliche Inaugenscheinnahme. Dabei werden Schädigungen des Baumes erfasst und schriftlich festgehalten. Zusätzlich werden Maßnahmen empfohlen, um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen.

 

Werden bei der Baumkontrolle verdächtige Anzeichen festgestellt, wird eine eingehendere Untersuchung notwendig und ein Baumgutachten muss erstellt werden. In der Wahl des Kontrolleurs bzw. des Baumgutachters ist der Grundstücksbesitzer in diesem Fall frei.

 

Bei einem Rechtsstreit wird ein Gutachten gerichtlich angeordnet und der vom Gericht bestellte Sachverständige prüft einen Sachverhalt anhand spezieller Fragestellungen, die den Rechtsstreit betreffen.

 

Was kostet ein Baumgutachten?

Die Kosten für ein Baumgutachten richten sich nach Art und Umfang des Gutachtens. In einem gerichtlich beauftragten Gutachten werden ganz konkrete Fragestellungen beantwortet. Die Kosten hierfür sind im Rahmen einer festen Gebührenordnung nach dem Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG) geregelt. § 9 des JVEG sieht unterschiedliche Honorarzonen vor. Baumgutachten sind dem Garten- und Landschaftsbau zugeordnet. Gemäß den entsprechenden Honorarzonen 3 und 4 erhält der Baumgutachter zwischen 75 und 80 Euro pro Stunde. Hinzu kommen Fahrtkosten in Höhe von 50 Cent pro Kilometer. Bei gerichtlich angeordneten Gutachten teilen die Parteien sich die Kosten für den Gutachter.

 

Die Kosten für ein Privatgutachten sind nicht geregelt und werden grundsätzlich vom Auftraggeber übernommen. Das Honorar wird häufig auch auf Stundenbasis in Anlehnung an die Gebührenordnung für gerichtliche Gutachten berechnet. Es werden aber auch Pauschalpreise, beispielsweise pro Baum, angeboten. Um Überraschungen zu vermeiden, sollten Kosten bereits im Vorfeld mit dem Gutachter geklärt werden.

 

Verschiedene Arten von Gutachten

 

Bruch- und Standsicherheitsgutachten

Zur Feststellung der Bruch- und Standsicherheit wenden die Experten von BaumBüttner neben der Sichtkontrolle mithilfe der VTA-Methode (Visual Tree Assessment) oder nach Baumkontrollrichtlinien der FLL moderne und technikgestützte Messverfahren an. Die so ermittelten Sicherheitswerte dienen als Grundlagen für wirksame Maßnahmen zur Förderung der Baumvitalität.

 

Bauverträglichkeitsgutachten

Im Rahmen des Bauverträglichkeitsgutachtens wird geprüft, ob ein Baumbestand durch geplante Baumaßnahmen gefährdet ist. Entsprechend gibt es auch Empfehlungen, durch welche Maßnahmen der Baumbestand wirksam geschützt werden kann.

 

Wurde der Baumbestand beschädigt, übernimmt BaumBüttner gerne die Kronen-, Stamm- und Wurzelpflege der betroffenen Bäume.

 

Gutachten über den Gehölz- bzw. Baumwert

Der Gehölz- oder auch Baumwert wird für die Feststellung von Baumschäden im Falle von Schadensersatzansprüchen ermittelt. Wurde ein Baum durch einen Verkehrsunfall oder durch Baumaßnahmen verletzt, hat der Grundstückseigentümer Anspruch auf Schadensersatz. Die Höhe des Schadensersatzes ist davon abhängig, ob ein Baum einen Teilschaden oder einen Totalschaden erlitten hat. Bei einem Teilschaden werden Kosten für die Wiederherstellung und Pflege des Baumes erstattet. Bei einem Totalschaden entspricht die Schadenshöhe dem Gehölzwert. Dabei wird das Sachwertverfahren nach der Methode Koch angewandt, um die Herstellungskosten für einen Baum zu berechnen. Grundlage der Kostenberechnung sind die aktuellen, marktüblichen Preise sowie die Kosten für Pflanzung und Pflege.

 

Methoden zur Baumbegutachtung

 

Resistograph: Bohrwiderstandsmessung

Die Bohrwiderstandsmessung ist eine Methode zur Baumuntersuchung, deren Ergebnis Aufschluss über den inneren Zustand u. a. über innere Schäden wie Hohlräume und Risse sowie über den Jahrringzuwachs eines Gehölzes gibt. Dazu wird eine lange dünne Nadel in das Holz gebohrt. Gemessen wird die elektrische Leistung, die benötigt wird, um in das Holz einzudringen. Die erzielten Messwerte stehen in Zusammenhang mit der Dichte des durchbohrten Holzes.

 

Bohrwiderstandsmessgeräte wie der Resistograph können sowohl bei Schnittholz als auch bei lebenden Bäumen eingesetzt werden.

 

Schalltomographie

Bei der Schalltomographie oder auch Impulstomographie handelt es sich um eine Methode, die Bruchsicherheit eines Baumes zu ermitteln, ohne ihn dabei zu verletzen. Rund um den Stamm werden Sensoren, die drahtlos mit einem Computer verbunden sind, angebracht. Je mehr Sensoren eingesetzt werden, desto genauer fällt die Messung aus. Durch Klopfen auf die Sensoren werden die Messergebnisse erzielt. Die anderen Sensoren messen dazu die Zeit, die der Schall benötigt, um durch das Stamminnere zu gelangen. Die Schallgeschwindigkeit der Impulse hängt von der Dichte des Holzes ab. Innere Schäden wie Höhlungen, Fäule oder Risse bremsen die Impulse. Je länger der Impuls also braucht, desto morscher ist das Holz. Es entsteht ein dichtes Netz an Messungen, das Aufschluss über den Zustand des Baumes gibt.

 

Zugversuch und Windlastberechnung

Der Zugversuch ist eine computergesteuerte Methode, um die Bruchsicherheit und Verankerungskraft von Bäumen unter Windbelastung zu ermitteln. Mithilfe einer Software werden die Größe der Baumkrone und ihr Lastenschwerpunkt anhand von Fotos ermittelt. Unter Berücksichtigung des Strömungswiderstandskoeffizient (cw-Wert), der aussagt, wie stark die Krone einer bestimmten Baumart unter Windlast nachgibt, wird die Windlast mit einer Zugeinrichtung und einem Seil, das von einem Kletterer im Baum befestigt wird, simuliert. Die so erhaltenen Messdaten und die Baumdaten werden in einem Computerprogramm ausgewertet und geben Auskunft über den Sicherheitswert bzw. die Standsicherheit eines Baumes.

 

Sie benötigen ein Baumgutachten für ihren Baumbestand oder haben Fragen zum Thema Baumkontrolle? Sprechen Sie mit uns und überzeugen Sie sich von unseren Leistungen. Setzen Sie sich gerne mit uns für ein unverbindliches Angebot in Verbindung.